Paris stellt Genehmigungsverfahren für Pkws infrage

Die Überschreitung von Abgasnormen beim Autohersteller Renault stellt nach Ansicht von Frankreichs Umweltministerin Segolene Royal die Genehmigungsverfahren infrage. Alle betroffenen Fahrzeuge von Renault und mehreren ausländischen Herstellern seien zugelassen worden.

„Zum derzeitigen Zeitpunkt sind die Überschreitungen damit eher den Normen der Überprüfungen zur Last zu legen, die bisher diese Genehmigungen erlauben“, sagte sie in einem Interview der Zeitung „Le Parisien“ (Freitag-Ausgabe). Zum einen seien die Kontrollen nicht ausreichend gewesen, zum anderen gebe es einen Unterschied zwischen Laborergebnissen und realen Emissionen.

„Keine absichtliche Schwindelei“ bei Renault

Am Vortag war bekanntgeworden, dass erste Tests im Auftrag der französischen Regierung Verfehlungen bei Kohlendioxid- und Stickoxidnormen festgestellt hatten. Bei Renault wurde anders als bei Dieselfahrzeugen von Volkswagen aber keine Software zur Manipulation von Abgastests gefunden.

„Es wurde überhaupt keine absichtliche Schwindelei nachgewiesen“, betonte Royal mit Blick auf Renault. Das Unternehmen müsse jetzt aber reagieren und seine Motoren den Normen anpassen.