Smartphone-Hersteller Xiaomi blieb hinter Erwartungen

Die scharfe Konkurrenz auf dem Smartphone-Markt hat dem chinesischen Branchenprimus Xiaomi stärker als erwartet zugesetzt. Im vergangenen Jahr lieferte das Unternehmen nach Informationen von heute mehr als 70 Millionen Handys aus. Damit verfehlte Xiaomi die eigene Prognose von 80 bis 100 Millionen Geräten deutlich.

Die Zahlen bestätigen die Einschätzung von Experten, dass das Wachstumspotenzial des Smartphone-Markts in der Volksrepublik allmählich ausgereizt ist. Angesichts des Wettbewerbs durch etablierte asiatische Firmen wie Lenovo und Huawei auf dem Heimatmarkt expandierte Xiaomi jüngst nach Indien und Brasilien. Dort kämpft der Konzern allerdings mit Patentproblemen.

Der vor fünf Jahren gegründete Smartphone-Hersteller wird mit 45 Mrd. Dollar (rund 41,3 Mrd. Euro) bewertet und gehört damit zu den teuersten nicht börsennotierten Technologieunternehmen weltweit. Xiaomi ist laut dem Marktforschungsinstitut IDC die weltweite Nummer fünf hinter Samsung Electronics, Apple, Huawei und Lenovo. Vor einem Jahr hatte es noch den dritten Platz inne.