Tote nach Al-Schabab-Angriff auf AU-Truppen in Somalia

Bei einem Angriff der islamistischen Terrormiliz al-Schabab auf die Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) im Südwesten Somalias hat es Tote und Verletzte gegeben.

Ein ranghoher somalischer Kommandant in dem Gebiet nahe der kenianischen Grenze, Aden Ahmed Hersi, sprach heute zunächst von 15 toten kenianischen Soldaten. Hunderte Kämpfer der sunnitischen Miliiz seien an dem Angriff beteiligt gewesen. Mindestens zehn seien getötet worden.

Angriff auch mit Selbstmordattentätern

Ein AU-Kommandant in Mogadischu bestätigte den Angriff auf den Stützpunkt in El-Ade in der Region Gedo. Er sprach von „schrecklichen Neuigkeiten“. Es sei aber noch unklar, wie viele Opfer es gebe, sagte er weiter. Die Islamisten setzten bei dem Angriff örtlichen Beamten zufolge sowohl Selbstmordattentäter als auch Maschinengewehre und Panzerfäuste ein.

Al-Schabab erklärte in einer Bekennerbotschaft, 63 kenianische Soldaten getötet zu haben. Die Angaben der sunnitischen Extremisten zu Opferzahlen sind meistens höher als jene der Behörden.

Kenia und die Streitkräfte des Landes sind immer wieder Ziele von Al-Schabab-Angriffen, da sich Kenia federführend an der Bekämpfung der Islamisten im Nachbarland beteiligt. Die Islamisten kämpfen um die Vorherschaft in Somalia. Das Land am Horn von Afrika hat seit 1991 keine starke Zentralregierung mehr.