Größtes Dinosaurierskelett der Welt ausgestellt

Das größte bisher bekannte Skelett eines Dinosauriers ist seit gestern im New Yorker Naturkundemuseum zu sehen. Bis zu seiner offiziellen Benennung durch Paläontologen werde der Dino wegen seiner Länge von 37 Metern vorläufig „Titanosaurier“ (engl.: Titanosaur) genannt, sagte Kurator Mark Norell.

„Dieses Tier ist so neu, dass es noch nicht einmal einen Namen hat“, sagte Norell der Nachrichtenagentur dpa. Erst nach Veröffentlichung einer wissenschaftlichen Arbeit in einer Fachzeitschrift soll der Name innerhalb eines halben Jahres gewählt werden.

Der Pflanzenfresser dürfte vor 100 Millionen Jahren im heutigen Patagonien im Süden Argentiniens gelebt und rund 70 Tonnen gewogen haben - so viel wie zehn afrikanische Elefanten. Gestreckt wäre sein Hals lang genug, damit der Dinosaurier ins Fenster eines fünfstöckigen Gebäudes schauen kann. Vergleichbare, kleinere Fossilien wurden bereits in Europa, Afrika, Nordamerika und Asien gefunden.

Aufbau dauerte acht Monate

Wegen seiner Länge passt der „Titanosaurier“ nicht vollständig in den Saal des Natural History Museum, stattdessen lugt sein Kopf dem Besucher durch den Eingang entgegen. Keiner der im Skelett zur Schau gestellten Knochen ist echt: „Sie wären viel zu schwer, um sie zu montieren“, sagte Norell. Ein neben dem Skelett ausgestellter Knochen wiegt allein fast 500 Kilogramm.

Dank moderner Verfahren dauerte der Aufbau nur acht Monate. „Vorher hätte das Jahre gedauert. Wir mussten von jedem einzelnen Knochen einen Abguss machen“, sagte Norell. Nun wurden von den Fundstücken mittels Laserabtastung einzelne Prototypen erstellt.