Zwei Österreicher in Burkina Faso entführt

Zwei Österreicher sind im Norden von Burkina Faso nahe der Grenze zu Mali entführt worden, hieß es heute aus dem Sicherheitsministerium des westafrikanischen Landes. Es soll sich um einen Arzt und seine Frau handeln. Das Außenministerium in Wien konnte die Angaben zunächst nicht bestätigen. „Wir versuchen, dem Ganzen so schnell wie möglich nachzugehen“, sagte Sprecher Thomas Schnöll der APA.

Die beiden Österreicher wurden laut dem burkinischen Sicherheitsministerium im Norden nahe an der Grenze zu Mali entführt, in der Region Baraboule.

Zusammenhang mit Anti-Terror-Einsatz unklar

In der Hauptstadt Ouagadougou läuft seit gestern Abend ein Anti-Terror-Einsatz, nachdem zwei Hotels und ein Cafe von einem Al-Kaida-Ableger angegriffen wurden. Davon sollen laut Außenamt keine Österreicher direkt betroffen sein. Ob ein Zusammenhang mit den Entführungen besteht, war zunächst unklar.

Ein Salzburger aus Neumarkt am Wallersee, der für die Hilfsorganisation „Licht für die Welt“ eine Augenklinik im Land aufgebaut hat und sich derzeit in Ouagadougou in einem nicht betroffenen Hotel aufhält, sagte den „Salzburger Nachrichten“ (Onlineausgabe): „Wir dürfen das Hotel nicht verlassen.“ Er verfolge die Ereignisse im Fernsehen mit; er wolle am Montag nach Wien zurückfliegen. Laut Außenministerium halten sich derzeit rund 20 Österreicher in Ouagadougou auf.