Varoufakis: „Euro-Zone wird auseinanderbrechen“

Der frühere griechische Finanzminister Gianis Varoufakis hält ein Scheitern der Euro-Zone für unausweichlich. „Die Ungleichgewichte werden schlimmer und schlimmer“, sagte er der Zeitung „Schweiz am Sonntag“. „Die Zone wird auseinanderbrechen.“

Varoufakis hatte als Finanzminister harte Sparauflagen für das hoch verschuldete Griechenland abgelehnt und war im Juli 2015 zurückgetreten.

„Deutschland spielt zentrale Rolle“

Der Wirtschaftswissenschaftler, der sich selbst als Marxist bezeichnet, will am 9. Februar in Berlin eine linke paneuropäische Bewegung mit dem Namen „Democracy in Europe Movement 2025“ gründen. „Deutschland ist politisch und kulturell ein Schlüsselland für das europäische Projekt“, sagte er zur Wahl des Gründungsortes.

Er fügte hinzu: „Deshalb ist es besonders wichtig, dass Leute wie ich deklarieren, dass Deutschland eine zentrale Rolle spielen soll bei der Wiederbelebung des europäischen Integrationsprozesses, um Europa zu konsolidieren und zu demokratisieren.“

Lob für Merkels Flüchtlingspolitik

Lobende Worte fand Varoufakis für die Flüchtlingspolitik der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU): „Es ist schlicht großartig, ein solches Zeichen der Menschlichkeit von einem politischen Gegner zu hören. Ich bin sehr erfreut darüber.“