Deutscher Minister fordert Planungen für Grenzschließung

Der deutsche Verkehrsminister Alexander Dobrindt fordert eine Kurskorrektur von Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik. Es reiche nicht mehr aus, der Welt ein freundliches Gesicht zu zeigen, sagte der CSU-Minister dem „Münchner Merkur“ (Dienstag-Ausgabe). Er würde allen dazu raten, den Plan B vorzubereiten.

„Die Belastungsgrenze in Deutschland ist objektiv vorhanden und erreicht“, sagte Dobrindt. Daher rate er dringend: „Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass wir um Grenzschließungen nicht herumkommen.“ Das müsse zügig mit den anderen Ländern auf der Reiseroute der Flüchtlinge abgesprochen werden.

Dobrindt widersprach der Argumentation Merkels, eine Grenzschließung gefährde Europa. "Der Satz, die Schließung der Grenze würde Europa scheitern lassen, ist vor allem auch umgekehrt richtig: Das Nichtschließen der Grenze, ein „weiter so", würde Europa in die Knie zwingen“, sagte der CSU-Politiker laut Vorausbericht.