Uneinigkeit über Teilnehmer an Syrien-Gesprächen

Mangels Einigkeit über die Teilnehmer an den Syrien-Gesprächen könnten sich die kommende Woche geplanten Friedensverhandlungen verzögern. Die Vereinten Nationen (UNO) würden Einladungen verschicken, sobald sich die führenden Länder der Syrien-Unterstützergruppe auf die Teilnehmer geeinigt hätten, sagte UNO-Sprecher Farhan Haq gestern. UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon dränge die beteiligten Staaten, ihre Bemühungen hin zu einer Einigung zu verdoppeln, so Haq.

Geplanter Gesprächstermin wackelt

Der Sprecher betonte, die UNO setze weiter auf den 25. Jänner als Termin für die Gespräche in Genf, doch könne eine Verzögerung nicht ausgeschlossen werden. Die am Syrien-Konflikt beteiligten Staaten haben stark abweichende Vorstellungen, welche Gruppen aufseiten der Opposition eingeladen werden sollen.

Saudi-Arabien hatte im Dezember in Riad ein Treffen von Oppositionsgruppen organisiert, um eine gemeinsame Haltung für die Verhandlungen zu finden, doch beklagte Russland anschließend die Abwesenheit mehrerer Gruppen.

Türkei gegen Teilnahme kurdischer Milizen

Während Saudi-Arabien auch radikale Rebellengruppen wie Ahrar al-Scham dabei haben will, dringt Russland auf die Beteiligung moderater Oppositionsgruppen, die von Damaskus geduldet werden.

Die Türkei lehnt ihrerseits die Teilnahme kurdischer Milizen ab, während der Westen diese als wichtige Verbündete im Kampf gegen die Dschihadisten betrachtet. Die Regierung von Baschar al-Assad macht ihre endgültige Entscheidung über ihre Teilnahme von der Liste der Oppositionsgruppen abhängig.