Schon 77 Tote nach Kälteeinbruch in Polen

Angesichts einer neuen Kältewelle hat die polnische Polizei die Bürger zu erhöhter Aufmerksamkeit für Menschen aufgerufen, die bei Minusgraden unter freiem Himmel zu erfrieren drohen. Seit Winterbeginn starben durch Kälte bereits 77 Menschen, darunter allein 60 im Jänner, wie eine Polizeisprecherin heute sagte.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden hätten Beamte rund 30 von Unterkühlung bedrohten Menschen beigestanden. Neben Obdachlosen sind vor allem Menschen bedroht, die alkoholisiert auf einer Parkbank oder an einer Haltestelle einschlafen, aber auch geschwächte alte Menschen.

300 Orte in Ukraine ohne Strom

In der Ukraine sind rund 300 Orte wegen der Winterkälte seit gestern Abend ohne Strom. Wie der Zivilschutz heute mitteilte, versuchen Reparaturdienste, die Versorgung so rasch wie möglich wiederherzustellen. Wie viele Haushalte insgesamt betroffen sind, war zunächst nicht bekannt.

Heftige Schneestürme sorgten darüber hinaus für Chaos auf den Straßen, Hunderte Fahrzeuge und Krankenwagen blieben laut den Behörden stecken. Allein in der Schwarzmeer-Stadt Odessa mussten Zivilschutzteams 322 Menschen aus ihren zugeschneiten Fahrzeugen retten. In der ostukrainischen Region Charkiw wurden seit dem Wochenende 42 Krankenwagen und zwei Busse aus Schneewehen geborgen.

Nach Angaben der Meteorologen dürfte sich das Wetter in den kommenden Tagen wieder bessern. Allerdings sollen in Kiew und anderen Regionen die Temperaturen in der Nacht immer noch auf minus 15 Grad fallen.