Müllhalde brannte: Rauchwolke über Santiago de Chile

Nach einem Brand auf einer Müllhalde ist die chilenische Hauptstadt in eine Rauchwolke gehüllt worden. Das Feuer brach gestern Früh im Süden von Santiago de Chile aus, wie das Nachrichtenportal Emol berichtete. Umweltminister Pablo Badanier versicherte, die Rauchwolke sei nicht giftig.

Gesundheitsexperten warnten jedoch, es könnten aus dem ungetrennten Müll Dioxine und andere chlorhaltige Verbindungen entstehen, die vor allem auf die Feuerwehrleute und die in nächster Umgebung lebende Bevölkerung gesundheitsschädlich wirken könnten.

Rauchwolke über Santiago de Chile

APA/AFP/Claudio Reyes

„Verharmlosende Haltung besorgniserregend“

„Die verharmlosende Haltung der Behörden ist besorgniserregend“, sagte eine Greenpeace-Sprecherin. Zahlreiche Bewohner seien auf Sanitätsstationen in der Nähe des Brandes mit Atembeschwerden und Nasenblutungen behandelt worden.

Auf der betroffenen Müllhalde von Santa Marta werden täglich 4.200 Tonnen Müll abgeladen. In der Sieben-Millionen-Metropole gibt es weitere vier große Müllhalden. Nach Angaben des Umweltministeriums wird nur rund zehn Prozent des Mülls recycelt.