EU-Parlament beschließt U-Auschuss zu VW-Skandal

Das EU-Parlament hat heute einen Untersuchungsausschuss zum Abgasskandal beschlossen. Innerhalb der nächsten zwölf Monate sollen die 45 Mitglieder Verstöße von VW und anderen Autoherstellern gegen EU-Recht klären. Der Ausschuss soll auch mögliche Fehler der EU-Staaten und der EU-Kommission untersuchen. Nach sechs Monaten soll ein Zwischenbericht vorliegen.

Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach wurde zum Vollmitglied in dem Untersuchungsausschuss ernannt. „Wer wusste wann was in der EU-Kommission? Dieser Frage werden wir EU-Abgeordnete in den nächsten Monaten auf den Grund gehen und überprüfen, ob die Kommission ihrer Aufgabe als Hüterin der Verträge nachgekommen ist“, sagte Kadenbach.

VW dementiert Bericht zu Stellenkahlschlag

Zuvor hatte VW auf einen Medienbericht reagiert, wonach der verschärfte Sparkurs mehr als 10.000 Arbeitsplätze gefährde. „Wir weisen diese Meldung strikt zurück. Wir stehen fest zu unserer Stammbelegschaft“, teilte Deutschlands größter privater Arbeitgeber heute mit.

Das deutsche „Manager Magazin“ hatte berichtet, der neue VW-Markenchef Herbert Diess verschärfe seinen Sparkurs und peile schon für 2016 deutliche Sprünge bei der renditeschwachen Pkw-Kernmarke an. Das Blatt schrieb, Diess wolle daher spätestens im Frühsommer „auch massiv an die Arbeitsplätze herangehen“.

Dabei werde es keinesfalls reichen, die Axt nur bei den etwa 7.000 Leiharbeitern anzusetzen. Es gehe auch um fest beschäftigte VW-Mitarbeiter der Stammbelegschaft. Die Rede sei intern „von weit mehr als 10.000 gefährdeten Jobs“.