20 Tote bei Angriff auf Lokal in Mogadischu

Bei dem Angriff auf ein Lokal in Somalias Hauptstadt Mogadischu sind gestern 20 Menschen getötet worden. Sieben der Kämpfer seien ebenfalls ums Leben gekommen, sagte Sicherheitsminister Abdirisak Omar heute. Zahlreiche Hotelgäste seien für mehr als zehn Stunden als Geiseln gehalten worden, bis es Sicherheitskräften gelang, die Kämpfer zu überwältigen, so Omar.

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Mehrere Extremisten griffen ein Lokal und Hotel in der somalischen Hauptstadt an. (iptv.ORF.at)

Laut Polizeiangaben rammte ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug gestern Abend das Beach View Hotel am Lido-Strand. Danach stürmten vier Kämpfer der radikalislamischen Al-Schabab-Miliz das Hotel sowie das benachbarte Lido Seafood Restaurant und eröffneten das Feuer. Die Terrormiliz bekannte sich zu dem Anschlag.

Jahrelange Kämpfe

Die Al-Schabab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren mit Gewalt für die Errichtung eines islamischen „Gottesstaates“. Derzeit sind etwa 22.000 Soldaten der Afrikanischen Union in dem Krisenstaat stationiert, die die international anerkannte Regierung unterstützen. Es gelang ihnen in den vergangenen Jahren weitgehend, die Rebellen aus Mogadischu und weiteren Städten zu vertreiben, doch kontrollieren sie noch mehrere ländliche Regionen.

Vergangene Woche hatte die Al-Schabab-Miliz im Südwesten des Landes einen Stützpunkt der Militärmission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) angegriffen. Die Miliz erklärte, dabei seien mehr als hundert kenianische Soldaten getötet worden. Kenia machte keine Angaben zur Zahl der getöteten oder verletzten Soldaten