Übergriffe wie in Köln in zwölf deutschen Bundesländern

Sexuelle Übergriffe in Kombination mit Eigentumsdelikten ähnlich wie in Köln hat es Medienberichten zufolge in der Silvesternacht in insgesamt zwölf deutschen Bundesländern gegeben.

Allerdings war das Ausmaß offensichtlich sehr unterschiedlich, hieß es heute unter Berufung auf einen internen Bericht des Bundeskriminalamts (BKA). Hinweise auf Verabredungen unter den Tätern gab es kaum.

Täter meist zwischen 17 und 30

In den BKA-Bericht einbezogen wurden aus Gruppen heraus begangene Sexualstraftaten im öffentlichen Raum, bei denen die Opfer auch beraubt oder bestohlen wurden. Aus nordrhein-westfälischen Städten, vor allem Köln, Düsseldorf und Bielefeld, wurden 384 sexuelle Übergriffe angezeigt, davon 116 in Kombination mit Eigentumsdelikten. 195 Fälle, überwiegend reine Sexualdelikte, wurden in Hamburg registriert - außerdem in Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Bremen und Berlin. Einzelfälle entsprechender Straftaten habe es auch in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gegeben.

Die Ermittlungen seien allerdings nicht abgeschlossen, sodass sich die Zahlen noch ändern könnten. Bei den Opfern handelt es sich fast ausschließlich um Frauen und bei den Tätern meistens um junge Männer im Alter zwischen 17 und 30 Jahren.