Silvester-Übergriffe: Bahn baut Videoüberwachung aus

Nach den Übergriffen auf Frauen beim Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht verstärkt die Deutsche Bahn einem Bericht zufolge ihre Sicherheitsmaßnahmen. Neben dem Einsatz von Wachpersonal solle auch die Videobeobachtung an besonders relevanten Knotenpunkten ausgebaut werden, berichtete die Zeitung „Bild am Sonntag“ aus Berlin unter Berufung auf einen internen Maßnahmenkatalog.

Die Investitionen sollten von ursprünglich 60 auf nun 85 Millionen Euro steigen. Bahnvorstand Ronald Pofalla sagte der Zeitung, das Unternehmen bereite sich „auf viele Szenarien vor, um schnell agieren zu können“. „Auch wenn die Bahn schon heute bedeutend sicherer als der sonstige öffentliche Raum ist, verstärken wir nochmals unsere Bemühungen für unsere Kunden“, ergänzte er.

Zahl der Anzeigen deutschlandweit gestiegen

Mehr als drei Wochen nach den Übergriffen auf Frauen in Köln tauchen immer noch neue Fälle auf. Deutsche Medien zitierten aus einem Bericht des Bundeskriminalamts (BKA), wonach es ähnliche Vorfälle in zumindest zwölf Bundesländern gegeben habe. In Hamburg seien zumeist Sexualdelikte angezeigt worden, in anderen Städten solche zumeist in Kombination mit Diebstahl. Neue Erkenntnisse gibt es laut dem Bericht auch zu den Tatverdächtigen - ganz einfach als Gruppe eingrenzen lassen die sich aber offenbar nicht.

Mehr dazu in Vertraulicher Bericht des BKA