London und Bill Gates verstärken Kampf gegen Malaria

Der britische Finanzminister George Osborne und Microsoft-Mitbegründer Bill Gates haben einen milliardenschweren Plan zur Bekämpfung von Malaria vorgestellt.

In den nächsten fünf Jahren wollen sie den Kampf gegen die tödliche Krankheit mit insgesamt drei Milliarden Pfund (vier Mrd. Euro) unterstützen, teilten die beiden in einem heute erscheinenden Artikel in der Zeitung „The Times“ mit.

„Eine der höchsten Prioritäten“

„Wir beide glauben, dass beim Thema Gesundheit eine malariafreie Welt weltweit eine der höchsten Prioritäten haben muss“, heißt es in dem Beitrag. Im Jahr 2015 starben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit 438.000 Menschen an Malaria, die meisten von Kinder unter fünf Jahre.

Die Bemühungen, die Krankheit unter Kontrolle zu bringen, wurden in den vergangenen 15 Jahren verstärkt, allerdings werden die Erfolge durch eine sich ausbreitende Resistenz gegen Malaria-Mittel und Insektenvernichtungsmittel bedroht.

Warnung vor Ausbreitung

„Werden bis 2020 keine neuen Insektizide auf den Markt gebracht, wird die Situation kritisch, und die Totenzahlen könnten steigen“, schrieben Osborne und Gates. Nötig im Kampf gegen die Krankheit sei eine Zusammenarbeit von privaten Firmen, Regierungen und Hilfsorganisationen. „Wir sind zuversichtlich, dass noch zu unseren Lebzeiten Malaria und andere tödliche Tropenkrankheiten ausgerottet werden können.“