Fast 30 Tote bei Anschlag auf Markt in Kamerun

Bei einem Selbstmordanschlag auf einen Markt sind heute im Norden Kameruns mindestens 29 Menschen getötet worden. Zur Zahl der Verletzten gab es unterschiedliche Angaben - ein Vertreter des kamerunischen Militärs sprach von 60 Verletzten, ein Polizeibeamter von 30.

Zwei der drei Attentäter hätten ihre Sprengsätze auf einem Marktplatz in der Ortschaft Bodo an der Grenze zu Nigeria gezündet. Die dritte Bombe sei auf einer Brücke in der Nähe eines Militärlagers detoniert.

Bomben in Gemüsesäcken versteckt

Nach Angaben eines Sicherheitsbeamten setzten die Attentäter erstmals keine Sprengstoffgürtel ein. Stattdessen seien die Bomben in Gemüsesäcken versteckt gewesen.

In der Gegend verübt die Islamistengruppe Boko Haram immer wieder Attentate. Die extremistische Sekte kämpft seit dem Jahr 2009 für die Errichtung eines islamischen „Gottesstaats“ im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Schätzungsweise 17.000 Menschen wurden in dem Konflikt bisher getötet.