UNO: Syrien-Friedensgespräche ab Freitag

Die Syrien-Friedensgespräche sollen möglichst am Freitag in Genf beginnen. Das gab der UNO-Sondervermittler für Syrien, Staffan de Mistura, heute bekannt. Er werde morgen die Einladungen zur Teilnahme verschicken und hoffe, dass alle Eingeladenen bis dahin nach Genf kommen können.

Ursprünglich hätten die Verhandlungen schon heute beginnen sollen. Die Gespräche zwischen Vertretern der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und Oppositionsgruppen seien zunächst für einen Zeitraum von sechs Monaten angelegt, sagte De Mistura.

Dabei gelte es zunächst, erhebliche politische Schwierigkeiten und Risiken auszuräumen. Er machte keine konkreten Angaben, welche Oppositionsgruppen nach Genf eingeladen werden sollen.

Übergangsregierung soll gebildet werden

Grundlage der Gespräche ist ein Friedensplan, der im Dezember nach monatelangen Verhandlungen vom UNO-Sicherheitsrat mit einer einstimmig angenommenen Resolution gebilligt worden war. Nach den Vorstellungen dieses Plans soll in Syrien eine Übergangsregierung gebildet werden. Erst wenn darüber Klarheit besteht, soll über das Schicksal Assads entschieden werden.

Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs 2011 sind mehr als 250.000 Menschen umgekommen. 4,6 Millionen Syrer sind laut UNO-Angaben vor der Gewalt ins Ausland geflohen, weitere 6,6 Millionen Menschen im Land selbst vertrieben. 13,5 Millionen Syrer brauchen humanitäre Hilfe.