Missbrauchsprozess: Zwei Jahre Haft und Einweisung

Wegen einer Vielzahl von Delikten hat sich gestern ein 19-jähriger Burgenländer in Eisenstadt vor Gericht verantworten müssen. Ihm wurde unter anderem Vergewaltigung, schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen und gefährliche Drohung zur Last gelegt.

Ein Schöffensenat verurteilte ihn zu zwei Jahren Haft und ordnete die Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher an. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Angeklagte verzichtete auf Rechtsmittel, die Staatsanwältin gab keine Erklärung ab.

Minderjährige vergewaltigt

Der Burgenländer soll 2013 mit einer 13-Jährigen eine Beziehung gehabt haben, in der es immer wieder Streitereien u. a. wegen seiner Aggressionen gegeben habe. Mit dem Mädchen soll er auch mehrmals geschlafen haben, obwohl er gewusst habe, dass sie unter 14 Jahre alt sei. Das Mädchen war schließlich schwanger geworden, der Kontakt riss später ab. Eine von der Staatsanwaltschaft ebenfalls angeklagte Vergewaltigung des Mädchens im April 2014 auf der Donauinsel in Wien nahm das Gericht im Zweifel als nicht erwiesen an.

Etwa ein Jahr später soll der junge Mann im niederösterreichischen Schwadorf ein minderjähriges Mädchen, zu dem er zuvor eine Beziehung aufgebaut hatte, vergewaltigt haben. In diesem Fall sprach das Gericht den Angeklagten schuldig.

Gefährliche Drohung

Neben den Missbrauchsfällen und der Vergewaltigung warf Staatsanwältin Beatrix Resatz dem 19-Jährigen auch „gefährliche Drohung“ vor. Der junge Mann soll einer Freundin seiner Schwester eine SMS geschickt haben, in der er ankündigte, „Rocker“ vorbeizuschicken, die sie „aufschlitzen“ würden. Ein anderes Mal soll der Angeklagte telefonisch eine Bombendrohung gegen einen Zug ausgesprochen haben. In beiden Fällen erfolgte ebenfalls ein Schuldspruch.