Medien: Stenzel FPÖ-Kandidatin für Hofburg-Wahl

Die FPÖ dürfte die Wiener Gemeinderatsabgeordnete und frühere ÖVP-Politikerin Ursula Stenzel in die Bundespräsidentenwahl schicken. Das berichteten gestern mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf hochrangige Parteikreise. Demnach soll die Entscheidung bei einer Sitzung morgen fallen. Offiziell hat die FPÖ zuletzt angekündigt, den oder die Kandidatin morgen zu präsentieren.

Wiederwahl als Bezirksvorsteherin scheiterte

Die 70-jährige Stenzel wurde ursprünglich als ORF-Journalistin bekannt, wechselte 1996 in die Politik und kandidierte für die ÖVP als Spitzenkandidatin bei der Europawahl. Sie blieb schwarze Delegationsleiterin im EU-Parlament, bis sie 2005 in die Wiener Kommunalpolitik wechselte und Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt wurde.

Als die ÖVP Stenzel im Vorjahr nicht mehr aufstellen wollte, wechselte sie zur FPÖ. Die Wiederwahl als Bezirksvorsteherin scheiterte allerdings klar: Stenzel landete mit der FPÖ nur auf Rang drei hinter ÖVP und SPÖ und wurde einfache Gemeinderatsabgeordnete.

Webadressen für mögliche Kandidaten reserviert

Aus den von der FPÖ reservierten Webadressen lässt sich jedenfalls nicht ableiten, wer tatsächlich Kandidat der FPÖ wird. Die Partei habe Adressen für Johann Gudenus, Peter Fichtenbauer, Ursula Stenzel und Josef Moser reservieren lassen, berichtete der „Standard“.

Neben Adressen für Gudenus (Johanngudenus2016.at bzw. Jgudenus2016.at) sind auch Adressen für die übrigen gehandelten Kandidaten Moser, Stenzel und Fichtenbauer auf die Partei registriert.

Bei Stenzel konnte sich die Partei allerdings nur Ustenzel2016.at sichern, bei Ursulastenzel2016.at war eine Linzer Firma schneller.