UNO: Missbrauchsverdacht durch EU-Soldaten in Afrika

Georgische EU-Soldaten sowie französische Militärangehörige stehen laut UNO-Angaben im Verdacht, in Afrika Minderjährige sexuell missbraucht zu haben.

Entsprechende Aussagen von Zeugen in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) seien „äußerst alarmierend“, erklärte der Hochkommissar der Vereinten Nationen (UNO) für Menschenrechte, Said Raad al-Hussein, heute in Genf. Die EU, Georgien und Frankreich sowie ein weiteres Land, das zunächst nicht genannt wurde, hätten strafrechtliche Ermittlungen zugesagt.

Alle Vorwürfe bezögen sich auf das Jahr 2014, seien aber erst jetzt bekanntgeworden, hieß es. Mehrere Mädchen in der ZAR, die seinerzeit zwischen 14 und 16 Jahren alt gewesen waren, sagten demnach einem UNO-Team, sie seien von Soldaten der europäischen Militärmission EUFOR für Sex bezahlt oder vergewaltigt worden.