21.575 Asyl- und Schutzberechtigte ohne Job

Im Jänner ist in Österreich die Zahl der Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten, die arbeitslos oder in Schulungen waren, leicht um 421 bzw. 2,0 Prozent auf 21.575 Personen gestiegen.

Während die Arbeitslosigkeit leicht um 4,5 Prozent auf 15.558 sank, befanden sich 6.017 in Schulungen, ein Plus von 23,6 Prozent. Das geht aus einer Sonderauswertung des Arbeitsmarktservice (AMS) hervor.

Grafik zu arbeitslosen Flüchtlingen in Österreich

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/AMS

Im Monatsschnitt 2015 gut 17.000 ohne Job

Gegenüber dem Vormonat hat sich somit der Gesamtanstieg leicht vermindert. Im Dezember waren es noch 671 Personen mehr. Im Jahresdurchschnitt (Monatsmittelwerte) waren 2015 rund 12.344 Asyl- und Schutzberechtigte arbeitslos, 5.000 befanden sich in Schulungen.

Wie aus den Daten weiter hervorgeht, kam es gegenüber dem Vormonat zu gegenläufigen Bewegungen: Während vom November zum Dezember die Arbeitslosigkeit unter den anerkannten Flüchtlinge und subsidiär Schutzberechtigten noch um 18,8 Prozent stieg, befanden sich um 28 Prozent weniger in Schulungen. Insgesamt war die Gesamtzahl der arbeitslosen Asyl- und Schutzberechtigten im Dezember mit 3,28 Prozent noch etwas stärker gestiegen als im Jänner.

Großteil in Wien

Der Großteil der als arbeitslos vorgemerkten oder in Schulung befindlichen Asylwerber und Schutzberechtigten befand sich im Jänner in Wien (14.354). Dann folgen Oberösterreich (2.007), Niederösterreich (1.789) und die Steiermark (1.248). Deutlich weniger befanden sich in Tirol (637), Salzburg (580), Kärnten (440), Vorarlberg (404) und dem Burgenland (116).

Die meisten dieser 21.575 Personen kamen aus Syrien (6.810), Afghanistan (4.789) und Russland (3.378). Iraker mit 1.125 und Iraner mit 1.085 Personen waren ebenfalls noch stark vertreten. Die Staatenlosen, mit ungeklärter Nationalität, machten 1.868 Personen aus. Weiters wurden 808 aus Somalia und 132 aus der Türkei registriert.