Syrien: Erstes Treffen zwischen Vermittler und Opposition

Bei den Syrien-Friedensgesprächen in Genf ist die Opposition zu einem ersten formellen Treffen mit UNO-Vermittler Staffan de Mistura zusammengekommen. Eine Delegation des Hohen Verhandlungskomitees der Regimegegner (High Negotiation Committee/HNC) traf am Nachmittag im Gebäude der Vereinten Nationen ein. Bereits tags davor hatte De Mistura der Opposition nach ihrer Ankunft in Genf einen „Höflichkeitsbesuch“ abgestattet.

In dem Gespräch will die Opposition nach eigenen Angaben über ihre humanitären Forderungen reden. Sie verlangt vor Verhandlungen mit dem Regime ein Ende der Blockaden durch die Armee und einen Stopp der Angriffe auf Zivilisten, sonst will sich der HNC wieder von den Gesprächen zurückziehen. Die lang erwarteten Friedensgespräche sollen den fünfjährigen Bürgerkrieg beenden.

Russland und USA wollen Tempo machen

Russland und die USA wollen die zähen syrischen Friedensgespräche voranbringen. Vertreter beider Staaten und die UNO würden morgen in Genf über den Konflikt beraten, kündigte der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow der Agentur TASS zufolge bei seiner Ankunft in der Schweiz an.

Am Rande der internationalen Friedensgespräche sei zudem ein Treffen mit dem Chef der syrischen Regierungsdelegation, Baschar Dschafari, geplant.