Flüchtlingskinder vermisst: EU-Abgeordnete wollen Auskunft

Im Europaparlament haben mehrere Abgeordnete Auskunft über mehr als 10.000 unbegleitete Flüchtlingskinder gefordert, die nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol in den vergangenen zwei Jahren in Europa verschwunden sind.

In einem Brief an den Rat der 28 Mitgliedsstaaten wiesen sie darauf hin, dass die verschollenen Minderjährigen möglicherweise Opfer von paneuropäischen Banden wurden, die sie für Sexarbeit, Sklaverei oder sogar Organhandel missbrauchen.

Frage nach Registrierung

Das teilte der deutsche Abgeordnete Michael Theurer mit, der nach eigenen Angaben zu den Unterzeichnern gehört. Unter anderem wollen die Parlamentarier wissen, wie viele unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in den einzelnen EU-Staaten registriert wurden.

Im Namen des amtierenden niederländischen EU-Vorsitzes hatte Außenminister Bert Koenders zuvor versichert, die Angaben von Europol würden überprüft. Sollten sie zutreffen, wäre das eine „schlimme Sache.“