Merkel sagt UNHCR 500 Mio. mehr zu

Angesichts der Not in Syrien und in den Nachbarregionen will die deutsche Bundesregierung nach einem Zeitungsbericht dem UNO-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) 500 Millionen Euro mehr zusagen. Das wolle Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Londoner Geberkonferenz für Syrien und die umliegenden Regionen morgen bekanntgeben, berichtete die „Rheinische Post“ (Mittwoch-Ausgabe) unter Berufung auf Regierungskreise.

Damit würde sich die deutsche Leistung im laufenden Jahr auf 1,5 Milliarden Euro summieren. Nach UNO-Schätzung muss die Weltgemeinschaft mehr als sieben Milliarden Euro aufbringen, um die Not der Bürgerkriegsopfer in dem Land zu lindern. Deutschland gehört neben den USA, Großbritannien, Japan und der EU zu den fünf größten Gebern, die mehr als 60 Prozent der UNHCR-Hilfsprogramme finanzieren.

De Mistura warnt vor Scheitern der Verhandlungen

Der UNO-Sondergesandte für Syrien, Staffan de Mistura, hält ein Scheitern der Genfer Friedensverhandlungen für „immer möglich“. Um das zu verhindern, werde er erneut die Konfliktparteien treffen und hoffe auf „konkrete Resultate“, wie er im Schweizer Fernsehen erklärte.

Der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow räumte indes ein, die Gespräche könnten sich sechs Monate oder länger hinziehen. Es sei sehr schwierig, eine Lösung ohne die Beteiligung der Kurden zu erreichen, die Nordsyrien kontrollieren, so Gatilow laut einem Agenturbericht weiter.

Auch betonte der russische Vizeaußenminister, es gebe weiterhin keine Fortschritte beim Anlegen der Liste der „Terroristen“ - die auf der Liste geführten Personen und Gruppen sollten von den Genfer Gesprächen ausgeschlossen werden. Die Fertigstellung der Liste gilt als Voraussetzung für den formellen Start der Verhandlungen.