UNO kritisiert Diskriminierung von Mädchen im Iran

Die Vereinten Nationen (UNO) haben die frühe Strafmündigkeit und Heiratsfähigkeit von Mädchen im Iran kritisiert. Dort dürften dem Gesetz nach Mädchen im Alter von neun Jahren für Verbrechen hingerichtet und in sexuelle Beziehungen gezwungen werden, erklärte das UNO-Komitee für die Rechte der Kinder gestern in Genf.

Das Alter der Strafmündigkeit im Iran sei diskriminierend, so die UNO-Experten. Für Mädchen sei es viel niedriger als bei Buben, die mit 15 strafmündig würden. Mit großer Sorge hätten die Experten Berichte zur Kenntnis genommen, dass immer öfter Mädchen im Alter von zehn Jahren und jünger gezwungen würden, deutlich ältere Männer zu heiraten. Sie kritisierten zudem, dass andere Formen des sexuellen Missbrauchs von Kindern nicht verfolgt würden.

Der Iran habe zwar eine positive Entwicklung genommen, unter anderem mit der Schaffung von Jugendgerichten, so die UNO-Experten weiter. Dennoch sei das Alter der Strafmündigkeit nach wie vor sehr niedrig. Es gebe zudem keine Zahlen über Hinrichtungen von Kindern und Jugendlichen oder über jugendliche Häftlinge. Diese Fälle würden mir großer Geheimhaltung behandelt.