Bank Julius Bär legt Steuerstreit mit USA bei

Der Schweizer Vermögensverwalter Julius Bär kann den Steuerstreit mit den USA definitiv hinter sich lassen. Die Bank schloss mit dem US-Justizministerium ein Abkommen für die Beilegung ab. Die Buße beträgt wie erwartet 547,25 Millionen Dollar (488,35 Mio. Euro). Julius Bär gab den Abschluss der Vereinbarung, eines Deferred Prosecution Agreement, bekannt.

Die Bank spricht in ihrem Communique zudem von „wichtigen Fortschritten“, welche zwei Mitarbeiter erzielt hätten, die in den USA angeklagt seien. Details dazu nannte die Bank nicht. Laut der Nachrichtenagentur AP erklärten sich die zwei Banker vor Gericht schuldig, US-Steuerzahlern beim Verstecken ihrer Einkommens- und Vermögenswerte geholfen zu haben. Sie hätten den Behörden ihre Kooperation zugesichert.

Bankchef Boris Collardi bezeichnete die Bereinigung der „bedauerlichen Altlast“ in der Mitteilung als wichtigen Meilenstein für das Unternehmen. „Der erzielte Vergleich beendet eine lange Phase der Unsicherheit.“ Nun könne sich Julius Bär wieder ganz auf die Zukunft und das Geschäft konzentrieren.

Die Bank hatte bereits zuvor eine Grundsatzeinigung mit den US-Behörden getroffen. Sie hatte auch Rückstellungen für die Geldstrafe gebildet. Diese drückten erheblich auf das Geschäftsresultat vom vergangenen Jahr. Die Julius-Bär-Gruppe musste einen Gewinneinbruch von fast 70 Prozent auf 123 Mio. Franken (110,13 Mio. Euro) hinnehmen.