Spannungen in Kriegsgebiet Ostukraine nehmen zu

Im Kriegsgebiet Donbass nehmen die Spannungen nach Berichten der ukrainischen Führung wie der prorussischen Separatisten zu. Bei Gefechten seien elf Soldaten verletzt worden, teilte die Militärführung in Kiew heute mit.

Die Aufständischen im Gebiet Donezk warfen der Armee mehr als 300 Angriffe innerhalb eines Tages vor. Ein Separatistensprecher teilte über die Agentur Interfax mit, die Regierungstruppen würden im Frontgebiet Panzer und Soldaten zusammenziehen. Eine unabhängige Bestätigung dafür lag zunächst nicht vor.

Für die kommende Woche war eigentlich eine neue Runde der Ukraine-Krisengespräche anvisiert. Dafür sollten die Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Russlands und der Ukraine zusammenkommen. Das Zustandekommen gilt jedoch mittlerweile als unwahrscheinlich.

Am Freitag jährt sich das Abkommen von Minsk zum ersten Mal. Am 12. Februar 2015 hatten sich die Konfliktparteien unter Vermittlung der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der weißrussischen Hauptstadt auf einen Friedensplan geeinigt. Dieser ist bisher jedoch kaum umgesetzt worden.