Nordkoreas Satellit „auf Schlingerkurs“ in Orbit

Nordkorea hat mit seinem jüngsten Raketenstart erfolgreich einen Satelliten auf eine Erdumlaufbahn geschossen - doch Signale wurden bisher nicht aufgefangen.

Das teilte das südkoreanische Verteidigungsministerium heute nach Analysen des zwei Tage zuvor erfolgten, umstrittenen Raketenstarts mit. Der Satellit „Kwangmyongsong-4“ kreise in etwa 500 Kilometer Höhe um die Erde.

Der US-Sender CBS berichtete unter Berufung auf Regierungskreise, der Satellit befinde sich „auf einem Schlingerkurs im Orbit“. Das sei das zweite Mal, dass Nordkorea vergeblich versucht habe, einen Satelliten auf eine stabile Umlaufbahn zu bringen.

Weltweite Kritik an Raketenstart

Nordkoreas Start der Weltraumrakete am Sonntag wurde weltweit kritisiert. Während das kommunistische Regime von einem „legitimen Recht auf Weltraumforschung“ sprach, sieht die internationale Gemeinschaft darin den verdeckten Test einer militärischen Langstreckenrakete.

Die Trägerrakete wies den südkoreanischen Angaben zufolge die gleichen technischen Merkmale wie eine Ende 2012 von Nordkorea abgefeuerte Rakete auf. Das deute auf nur geringen technischen Fortschritt hin, wurde ein Ministeriumsvertreter von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.