China erlässt Firmen milliardenschwere Abgaben

Die chinesische Regierung will einem Medienbericht zufolge ihre Staatsfonds neu ordnen und dabei heimischen Unternehmen milliardenschwere Abgaben erlassen. Allein heuer würden die Betriebe so insgesamt rund 3,5 Mrd. Euro an Fondsgebühren sparen, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua heute unter Berufung auf das Finanzministerium.

Die Behörden hatten die Fonds in den 1980er Jahren aufgelegt, um damit große Infrastrukturprojekte wie etwa Bahnstrecken und den gigantischen Dreischluchtenstaudamm zu finanzieren. Kleineren Firmen würden die Gebühren nun zum Teil ganz erlassen. Zudem werde die Zahl der Fonds weiter gekürzt.

Seit dem Jahr 2000 sank die Zahl der Fonds laut Xinhua bereits von 327 auf 28. Angesichts des schwächsten Wirtschaftswachstums seit 25 Jahren hat Chinas Regierung Steuererleichterungen zugesagt, um die Konjunktur anzukurbeln.