Nordkorea: Seoul verstärkt Propagandabeschallung

Nach dem jüngsten Raketentest Nordkoreas verstärkt Südkorea die Propagandabeschallung des Nachbarlandes. Es seien weitere Lautsprecher an der Grenze aufgebaut worden, wie das Verteidigungsministerium in Seoul heute mitteilte. Zudem werde der Norden länger als bisher mit lauter Musik, Nachrichten und Propagandabotschaften beschallt. Berichten zufolge erfolgt das nun sechs Stunden pro Tag.

Südkorea hatte die Beschallung im Jänner wieder aufgenommen, als Reaktion auf den nordkoreanischen Atomtest. Dieser wurde international ebenso verurteilt wie der Raketenstart am Sonntag.

Der UNO-Sicherheitsrat kündigte bereits eine härtere Resolution an - unterstützt von China. Auftrieb könnte das durch eine neue Warnung aus den USA kommen. Laut einem aktuellen Bericht, den der US-Geheimdienst gestern vorstellte, nahm Nordkorea unter seinem Machthaber Kim Jong Un wieder die Produktion von Plutonium auf. Damit könnte Pjöngjang Atomwaffen bauen.

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