Aktienkurs der Deutschen Bank legt um zehn Prozent zu

Spekulationen über einen möglichen Schuldenrückkauf durch die Deutsche Bank haben den Wertverlust des größten deutschen Kreditinstituts an der Frankfurter Börse vorerst gestoppt. Der Aktienkurs legte heute zeitweise um 13 Prozent zu und schloss mit zehn Prozent im Plus. Er machte damit die seit Wochenbeginn aufgelaufenen Verluste fast wieder gut.

Hintergrund des Kurssprungs waren Berichte der „Financial Times“ und der Nachrichtenagentur Bloomberg über ein mögliches milliardenschweres Programm zum Rückkauf von Schuldpapieren. Erwogen werde der Aufkauf von vorrangigen Anleihen, von denen Papiere im Umfang von 50 Milliarden Euro in Umlauf seien, berichtete die „Financial Times“. Eine Entscheidung dazu sei aber noch nicht gefallen, hieß es in beiden Berichten.

Deutsche Bank will wieder Vertrauen aufbauen

Mit einem Rückkauf eigener Schulden könnte die Deutsche Bank dem Markt Vertrauen zurückgeben und zugleich die eigene Bilanz stärken, da sich die Höhe der ausstehenden Forderungen reduzieren würde. Das Kreditinstitut wollte die Berichte jedoch nicht kommentieren.

Die Investoren der Deutschen Bank hatten sich in den vergangenen Tagen, vor allem am Montag, verunsichert darüber gezeigt, ob das Geldhaus in der Lage ist, Schulden und bestimmte Anleihen zu bedienen. Ihr Chef John Cryan veröffentlichte deshalb gestern einen Brief an die Mitarbeiter, in dem er versicherte, dass die Finanzen der Deutschen Bank „grundsolide“ seien.

Auch Aktienkurse anderer Banken in Abwärtsstrudel

Auch die Aktienkurse anderer Banken in Europa waren in den vergangenen Tagen in einen Abwärtsstrudel geraten. Heute ging es aber wieder bergauf. Neben der Deutschen Bank führte die Commerzbank mit einem Plus von gut acht Prozent den deutschen Leitindex DAX an. Dieser legte um 1,55 Prozent zu.

Steigende Aktienkurse der italienischen Banken verhalfen auch der Börse in Mailand zu einem kräftigen Plus von gut fünf Prozent. Auch die Börsen in Paris und London verbuchten Gewinne.