Glencore produziert weniger Kupfer und Kohle

Der Schweizer Rohstoff- und Minenkonzern Glencore hat im Geschäftsjahr 2015 die Produktion von Kupfer, Kohle und Nickel zurückgefahren. Dem Konzern machen die tiefen Rohstoffkosten zu schaffen, weshalb er weniger produzieren und seine Schulden abbauen will.

Die Kupferproduktion von Glencore ging gegenüber dem Vorjahr um drei Prozent auf 1,5 Millionen Tonnen zurück. Dieser Rückgang spiegle die Aussetzung der Verarbeitungsaktivitäten in Katanga und eine deutliche Produktionsdrosselung bei Mopani, teilt das Unternehmen heute mit.

Die Kohleproduktion nahm um zehn Prozent auf 131,5 Mio. Tonnen ab. Grund dafür waren vor allem die Produktionskürzung als Reaktion auf die niedrigen Preise sowie die Einstellung des Betriebs des südafrikanischen Werks Optimum Coal. Rückläufig war auch die Nickelproduktion, nämlich um fünf Prozent.

Weniger Verschuldung angestrebt

Angezogen hat dagegen die Zinkproduktion, wo 1,44 Mio. Tonnen und damit vier Prozent mehr als im Jahr davor gefördert wurden. Aber auch in diesem Bereich will Glencore reduzieren. Die Produktion von eigenem Erdöl legte um 44 Prozent auf 10,6 Mio. Fass zu.

Der Konzern arbeitet weiter am Abbau seiner Verschuldung. Glencore hatte Anfang November den Schuldenabbau bekanntgegeben und nannte als Ziel eine Verschuldung im „tiefen 20-Milliarden-Dollar-Bereich“ bis Ende 2016. Den neuesten Plänen zufolge soll die Verschuldung bis zum genannten Zeitpunkt auf 18 bis 19 Mrd. Dollar (16 bis 17 Mrd. Euro) sinken. Die Liquidität des Unternehmens liege aktuell bei mehr als 14 Mrd. Dollar.