Lagarde für zweite Amtszeit als IWF-Chefin nominiert

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Chefin Christine Lagarde für eine zweite Amtszeit nominiert. Das teilte der IWF heute in Washington mit. Lagarde, die erste Frau an der Spitze der globalen Finanzorganisation, übernahm den Posten im Jahr 2011.

Ihre Bestätigung im Amt solle so schnell wie möglich erfolgen, erklärte der Fonds. Sie ist die einzige Kandidatin. Lagarde hat die Unterstützung der wichtigsten IWF-Mitglieder. Die Französin hatte im Jänner angekündigt, dass sie für eine zweite Amtszeit antrete.

Prozess in Frankreich?

Getrübt werden könnte Lagardes neuer Anlauf auf den IWF-Spitzenposten indes durch einen möglichen Prozess in ihrer Heimat wegen einer acht Jahre zurückliegenden Finanzaffäre in ihrer Zeit als Ministerin.

Dabei geht es um eine umstrittene Millionen-Entschädigungszahlung an den Geschäftsmann Bernard Tapie. Die Ermittler werfen ihr Nachlässigkeit im Umgang mit öffentlichen Geldern vor.