Börsen gehen erneut weltweit auf Talfahrt

Nach einer kurzen Atempause sind die internationalen Finanzmärkte gestern wieder auf Talfahrt gegangen. Grund für den Ausverkauf an den Börsen waren erneut Sorgen um den Ölpreis, die Banken und die weltweite Konjunktur. Hinzu kamen pessimistische Äußerungen von US-Notenbankchefin Janet Yellen. Zu den großen Verlierern gehörten erneut die Bankaktien.

Der Aktienkurs der Deutschen Bank schloss 6,14 Prozent im Minus. Gestern hatte der Aktienkurs nach Spekulationen über einen möglichen Schuldenrückkauf durch die Deutsche Bank noch mit zehn Prozent im Plus geschlossen und damit die seit Wochenbeginn aufgelaufenen Verluste fast wieder gutgemacht.

Die französische Societe Generale verlor mehr als zwölf Prozent. In London lag der Kurs der Barclays Bank 7,01 Prozent im Minus, der von Standard Chartered 5,09 Prozent. Auch in Italien und Spanien zogen vor allem die Bankenwerte den Index nach unten.

Moskauer Börse schließt tiefrot

Der Pessimismus an den europäischen Börsen steckte auch die New Yorker Wall Street an. Dort startete der Leitindex Dow Jones mit einem Minus von 0,9 Prozent und fiel bis Börsenschluss in Europa um 2,2 Prozent.

Im Einklang mit dem internationalen Umfeld beendete auch die Moskauer Börse den Handel tiefrot. Der RTS-Interfax-Index in Moskau rutschte um 3,63 Prozent auf 671,34 Punkte ab.

Euro-Gruppe-Chef Jeroen Dijsselbloem versuchte die Sorge um die Banken zu zerstreuen. Sie seien strukturell in einer „deutlich besseren Situation“ als noch vor ein paar Jahren, sagte Dijsselbloem in Brüssel.

Dow Jones mit Minus

Auch an der New Yorker Wall Street war die Stimmung schlecht. Dow Jones, S & P 500 und der Technologieindex NASDAQ schlossen im Minus.