Griechische Wirtschaft schrumpfte weniger als befürchtet

Die griechische Wirtschaft hat sich im Kampf gegen die Schuldenkrise zum Ende des vergangenen Jahres besser geschlagen als gedacht. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im vierten Quartal zwar um 0,6 Prozent zum Vorquartal, wie das EU-Statistikamt Eurostat heute mitteilte. Experten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Rückgang von 0,9 Prozent gerechnet.

Schlusslicht in der Euro-Zone

Damit bleibt der hoch verschuldete Staat aber nach den bisher vorliegenden Daten Schlusslicht in der Euro-Zone. Auch für 2016 sieht es trübe aus. Die EU-Kommission sagt den Griechen ein schwieriges Jahr voraus: Das Bruttoinlandsprodukt werde um 0,7 Prozent schrumpfen, ehe es 2017 mit 2,7 Prozent spürbar steigen soll. Die Arbeitslosigkeit war zuletzt mit 24,6 Prozent immer noch mehr als doppelt so hoch wie im Schnitt der Euro-Zone.

Griechenland hängt weiterhin am Finanztropf seiner Euro-Partner, die Milliardenhilfen zur Verfügung stellen. Die EU-Kommission hält den Abschluss der ersten Überprüfung des dritten Hilfspakets bis Ende März für möglich. Offene Punkte sind neben weiteren Haushaltseinschnitten vor allem eine Pensionsreform und Privatisierungen.