Papst Franziskus zu historischem Treffen in Kuba

Papst Franziskus ist heute in Kuba zu einem historischen Treffen mit dem russisch-orthodoxen Patriarchen Kyrill I. eingetroffen. Die Begegnung mit Kyrill I. soll das Ende der jahrhundertelangen Eiszeit zwischen der katholischen und der russisch-orthodoxen Kirche einleiten.

Nach der Begrüßung zogen sich Franziskus und Kyrill für ein etwa zweistündiges privates Gespräch in einen Protokollsaal des Flughafens in der kubanischen Hauptstadt Havanna zurück. An der Begrüßung der Kirchenoberhäupter nahm auch Kubas Präsident Raul Castro teil.

Papst Franziskus und Patriarch Kirill

APA/AFP/Gabriel Bouys

Es ist das erste Treffen zwischen Oberhäuptern der beiden größten christlichen Glaubensgemeinschaften seit der Spaltung vor fast tausend Jahren. Die römisch-katholische und die östlich-orthodoxe Kirche gehen seit 1054 getrennte Wege. Hintergrund waren theologische und politische Streitigkeiten, unter anderem über den Autoritätsanspruch des Papstes.

Ein Schwerpunkt des Treffens soll die Verfolgung von Christen durch Extremisten im Nahen Osten sowie in Nord- und Zentralafrika sein. Die beiden Kirchenoberhäupter wollen eine Erklärung unterzeichnen, in der sie die Verfolgung der Christen verurteilen.