Bergungsarbeiten in Taiwan nach Beben eingestellt

Eine Woche nach dem schweren Erdbeben in Südtaiwan ist die Zahl der geborgenen Toten auf 116 gestiegen. Eine Frau werde noch vermisst, teilte der Bürgermeister der Stadt Tainan, Lai Ching Te, heute mit. Sie gehöre aber nicht zu den Bewohnern des 16-stöckigen Wohnhauses, das eine Woche zuvor bei dem Beben der Stärke 6,4 umgestürzt war.

Da man in den Trümmern keine weiteren Bewohner vermute, seien die Rettungsarbeiten eingestellt worden. Insgesamt waren rund 550 Menschen bei dem Beben verletzt worden. Die Einsatzkräfte hatten den zerstörten Wohnblock in den vergangenen Tagen nach und nach mit Baggern abgetragen und zuletzt noch die Untergeschoße durchsucht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, ob Pfusch am Bau oder spätere Veränderungen der Grund dafür sind, dass das Gebäude dem Erdbeben nicht standhalten konnte. Drei Manager der Baufirma wurden festgenommen.

Die Erschütterungen hatten in Tainan insgesamt zehn Gebäude zum Einsturz gebracht. Rund 120 weitere seien schwer beschädigt worden und müssten gestützt oder abgerissen werden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur CNA.