News-Gruppe braucht Geld der Eigentümer für Verluste

Die Verlagsgruppe News - Österreichs marktbeherrschender Magazinkonzern - braucht Geld von ihren Gesellschaftern, um Verluste abzudecken. Das bestätigte Horst Pirker - der den Verlag von „News“, „profil“, „Woman“, „TV-Media“, „trend“, „Gusto“ und „Autorevue“ seit 2014 führt und umstrukturiert - dem „Standard“ (Wochenend-Ausgabe).

Es sei „richtig, dass die Verlagsgruppe News - wie bekannt und veröffentlicht - in den letzten Jahren wie viele andere Medienunternehmen verlegerischer Herkunft negative Betriebsergebnisse hinnehmen musste“, sagte Pirker.

In den vielen erfolgreichen Jahren hätten die Gesellschafter „die Gewinne - mit Recht - immer zur Gänze entnommen“. Also müssten sie jetzt zur Abdeckung der negativen Betriebsergebnisse der letzten Jahre Mittel zuführen. Das sei immer allen Beteiligten klar gewesen und „dazu sind sie auch bereit“, so Pirker.

Angeblich bis zu neun Mio. Euro

Wie hoch der Verlust 2015 ausfiel, verriet Pirker nicht - laut „Standard“ sind es acht bis neun Millionen Euro Minus. Die Bilanz 2015 sei noch nicht abgeschlossen, ihre Testierung stehe aber außer Zweifel, so der Verlagschef. 2014 sank der Umsatz laut Bilanz von 99 auf 89 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen betrug minus 4,6 Millionen Euro, der Jahresverlust 5,4 Millionen.

Die News-Gruppe gehört zu 56 Prozent der Hamburger Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr. 18,7 Prozent hält die News-Gründerfamilie Fellner, die nun die Mediengruppe um Österreich betreibt. Gruner und Fellner besitzen über eine gemeinsame Beteiligungsgesellschaft 74,7 Prozent an der Verlagsgruppe. 25,3 Prozent hält der „Kurier“, eine Tochter von Raiffeisen und deutscher Funke Mediengruppe.