Faymann will Entsendungen auf Arbeitsmarkt begrenzen

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) präzisiert seine Vorstellungen zur Verschärfung der Entsenderichtlinie. Um die Zahl der von ausländischen Firmen nach Österreich entsendeten Arbeitnehmer zu reduzieren, will er eine Maximaldauer für deren Tätigkeit festsetzen, sagte er zur Tageszeitung „Österreich“ (Sonntag-Ausgabe).

Gleicher Lohn wie für inländische Arbeiter

Außerdem will Faymann zwingend die österreichische Bemessungsgrundlage für die Sozialversicherung heranziehen, damit es künftig für Arbeitgeber nicht günstiger ist, ausländische Arbeitnehmer anzustellen. Bereits bekannt ist, dass Faymann für „gleichen Lohn für gleiche Arbeit“ eintritt, also dafür, dass etwa ungarische Arbeitnehmer zu gleichen - und nicht günstigeren - Konditionen beschäftigt werden wie Österreicher.

Khol gegen Beschränkung der Freizügigkeit

Gegen eine Beschränkung der Personenfreizügigkeit in der EU zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sprach sich im Ö1-„Journal zu Gast“ ÖVP-Präsidentschaftskandidat Andreas Khol aus. Es habe sieben Jahre Übergangsfrist gegeben, die Erfahrungen mit mittel- und osteuropäischen Arbeitern seien gut. „Ich sehe nicht, dass man hier zudrehen sollte“, sagte Khol.

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Niessl für Aus

Der Chef der Wiener Arbeiterkammer (AK), Werner Muhm, hatte mit seiner Forderung nach einem Ende der Arbeitnehmerfreizügigkeit für Irritationen gesorgt. Im burgenländischen Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) fand er einen Verbündeten.

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