Al-Schabaab bekannte sich zu Anschlag auf Flugzeug

Knapp zwei Wochen nach einer Bombenexplosion in einem Passagierflugzeug hat sich die islamistische Terrormiliz Al-Schabaab zu dem Anschlag bekannt. Dieser sei eine Vergeltungsmaßnahme für Verbrechen westlicher „Kreuzfahrer“ in Somalia, hieß es in der Botschaft von gestern. Die Angaben der sunnitischen Terrormiliz konnten nicht unabhängig bestätigt werden.

Der Anschlag galt Al-Schabaab zufolge eigentlich einer Maschine der Turkish Airlines. Daallo Airlines hatte nach dem Zwischenfall erklärt, dass der mutmaßliche Attentäter an jenem Tag auf einem Flug von Turkish Airlines gebucht war. Daallo beförderte ihn und weitere Passagiere nur Richtung Dschibuti, weil Turkish Airlines den eigenen Flug kurzfristig abgesagt hatte.

Die Bombe an Bord des Airbus A321 der Daallo Airlines war am 2. Februar kurz nach dem Start in Mogadischu explodiert. Die Explosion riss ein etwa ein Meter hohes Loch in die Außenhülle des Flugzeugs, durch das der Attentäter nach außen geschleudert wurde. Der Pilot konnte das Flugzeug noch in Mogadischu notlanden. Alle außer dem Attentäter überlebten. Wäre die Bombe erst nach Erreichen der Reiseflughöhe gezündet worden, wäre eine Katastrophe Experten zufolge wohl unausweichlich gewesen.