Türkischer Ministerpräsident bestätigt Angriff in Syrien

Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat einen Angriff auf den Norden Syriens gestern bestätigt. Die türkische Armee habe dort Ziele der kurdischen PYD angegriffen, sagte Davutoglu zu Journalisten und forderte, die Gruppe solle sich aus dem Gebiet bei Asas zurückziehen, das sie kürzlich erobert habe.

„Im Rahmen der Einsatzregeln haben wir auf Kräfte in Asas und Umgebung geantwortet, die eine Bedrohung darstellten.“ Offenbar mit Blick auf die Partei der Demokratischen Union (PYD), deren bewaffneter Arm die YPG sind, sprach Davutoglu demnach von einer „Terrorgruppe, die ein Arm des syrischen Regimes ist“ und bei den „russischen Luftangriffen gegen Zivilisten kollaboriert und daran mitschuldig ist“.

Türkei bekämpft PYD

Die Türkei betrachtet die Partei der Demokratischen Union (PYD) als terroristische Organisation mit Verbindungen zur Kurdischen Arbeiterpartei PKK. Ihr militärischer Arm sind die Volksverteidigungseinheiten PYD.

Bei einem weiteren Angriff sei der Beschuss eines türkischen Postens in der südlichen Region Hatay durch syrische Regierungstruppen erwidert worden. Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.

Ankara denkt über Bodentruppen nach

Der Syrien-Konflikt könnte militärisch bald weitere Kreise ziehen. Die Türkei denkt laut über den Einsatz von Bodentruppen für den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) im Nachbarland nach - „wenn es eine Strategie gibt“. Saudi-Arabien hatte zuvor Ähnliches signalisiert. Riad betonte außerdem, Syrien könne nur eine Zukunft ohne Präsident Baschar al-Assad haben. Dessen Ablaufdatum sei quasi fix.

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