Charlie-Chaplin-Museum wird in der Schweiz eröffnet

Nach mehr als 15-jähriger Planung soll in zwei Monaten ein Charlie-Chaplin-Museum in der Schweiz eröffnet werden. Das Museum im einstigen Wohnhaus des britischen Schauspielers und Regisseurs werde am 17. April seine Pforten öffnen, teilte der Museumsbetreiber Grevin heute mit.

Der 1977 verstorbene Chaplin wohnte während seiner letzten 25 Lebensjahre im Schweizer Dorf Corsier-sur-Vevey, nachdem er Anfang der 50er Jahre in der McCarthy-Ära wegen angeblicher Sympathien für Kommunisten aus den USA ausgewiesen worden war.

Hollywood-Studios nachgebaut

Auf dem Anwesen mit Blick über den Genfer See lebte Chaplin mit seiner Frau Oona und den acht gemeinsamen Kindern. Das Museum ist in seinem früheren Wohnhaus untergebracht, während in einem Nebengebäude ein Hollywood-Studio nachgebaut wurde, in dem die Besucher Chaplins Filme sehen können. Das Museum informiert über Chaplins Anfänge in London und seinen Aufstieg zu einem der berühmtesten Hollywood-Stars.

Die Umsetzung des Projektes durch den Museumsbetreiber Grevin, der mehrere Wachsfigurenkabinette betreibt, zog sich über Jahre hin Es dauerte allein sieben Jahre, bis es eine Baugenehmigung gab, und fünf weitere, um einen Rechtsstreit mit einem Nachbarn beizulegen.