Google testet Internetheißluftballons in Sri Lanka

Der US-Internetkonzern Google will mittels Heißluftballons das Internet in entlegene Gegenden der Welt bringen - und testet das nun in Sri Lanka. Der erste von drei Ballons sei gestern in den Luftraum des Landes geflogen, sagte der Chef der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologie, Muhunthan Canagey. In den nächsten Tagen wollen Google-Experten demnach technische Details prüfen, darunter die Flugsteuerung.

Die Tests gehören zum Google-Projekt „Loon“, für das in der Vergangenheit bereits über mehreren Ländern Internet-Heißluftballons schwebten. Bei „Loon“ geht es darum, dass ein schwebendes Netzwerk Tausender Hightech-Ballons Internetsignale aus versorgten Gebieten in entlegene Gegenden weitergeben soll. Die Ballons sollen dabei doppelt so hoch wie Flugzeuge fliegen und für das bloße Auge schwer zu erkennen sein.

In Sri Lanka will die Regierung ein Gemeinschaftsunternehmen gründen, um künftig bessere und schnellere Internetverbindungen anbieten zu können. In dem Inselstaat mit einer Bevölkerung von mehr als 20 Millionen Menschen gibt es derzeit nach offiziellen Angaben lediglich 3,3 Millionen mobile Internetverbindungen sowie 630.000 Internetanschlüsse per Kabel.