Türkei beschoss kurdische Stellungen in Syrien

Die Türkei hat nach Angaben aus Militärkreisen den vierten Tag in Folge kurdische Milizen in Syrien mit Granatfeuer belegt. Damit sei auf Beschuss aus Syrien reagiert worden, hieß es heute aus den türkischen Kreisen. Gestern hatte die Türkei kurdischen Milizen „schärfste Reaktionen“ angedroht, sollten sie ihren Vormarsch im Norden Syriens fortsetzen.

Die Türkei, die linke Kurdenorganisationen im eigenen Land bekämpft, fürchtet ein Erstarken der Kurdenmilizen im Nachbarland.

Frankreich fordert Einstellung der Angriffe

Nach Angaben aus diplomatischen Kreisen beschwerte sich der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu bei seinem französischen Kollegen Jean-Marc Ayrault über Kritik an den Angriffen auf Kurdenmilizen. Frankreich hatte am Wochenende die Türkei gemahnt, die Angriffe auf die Kurdenmiliz YPG einzustellen.

Die Milizen arbeiten mit der US-geführten Koalition, zu der auch Frankreich zählt, im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zusammen. Russland hat sich im syrischen Bürgerkrieg auf die Seite von Machthaber Baschar al-Assad gestellt und unterstützt dessen Kampf gegen den IS und auch gegen andere Rebellen mit seiner Luftwaffe.