Strache überlegt Volksbegehren „zu Rettung des Bargelds“

Obwohl es in Europa keine Debatte über die völlige Abschaffung von Bargeld gibt und Maßnahmen dazu EU-Angelegenheit sind, räumt mancher Politiker dem Schutz vor einem solchen Schritt einen immer höheren Stellenwert ein. Heute forderte FPÖ-Chef Heinz Christian Strache eine Volksabstimmung, sollte der Nationalrat nicht das Recht auf Zahlungen per Bargeld in der Verfassung verankern.

Derzeit zeichnet sich ab, dass die Europäische Zentralbank (EZB), die für die Ausgabe von Bargeld zuständig ist, den 500-Euro-Schein aus dem Verkehr ziehen möchte. Die EZB sieht den wertvollen Schein mehr als Instrument für Geldwäscher denn als Bedürfnis normaler Bürger.

Völlige Abschaffung von Bargeld kein EU-Thema

Die Abschaffung „hat nichts damit zu tun, Bargeldvermögen zu behindern oder zu beschneiden“, versicherte EZB-Chef Mario Draghi.

Außerdem gibt es in Deutschland und Frankreich Überlegungen, Zahlungen von Beträgen über 5.000 Euro künftig nur noch elektronisch zuzulassen. Auch hier geht es um den Kampf gegen Terrorismus und Geldwäsche. Die völlige Abschaffung von Bargeld ist hingegen derzeit kein Thema auf EU-Ebene.