VW verliert in Europa weiterhin an Boden

Die Talfahrt des deutschen Autoherstellers Volkswagen (VW) in Europa setzt sich fort. Während die Pkw-Nachfrage in der EU zu Jahresanfang den 29. Monat in Folge stieg, schrumpfte der Absatz der Marke VW um vier Prozent.

Der Marktanteil des vom Abgasskandal erschütterten europäischen Marktführers sank im Jänner binnen Jahresfrist um 1,3 Prozentpunkte auf 24,2 Prozent, geht aus Daten des Herstellerverbandes ACEA von heute hervor. Bereits im vergangenen Jahr war der Marktanteil von VW in der EU leicht gesunken.

Gestiegener Absatz

Insgesamt konnte der deutsche Mehrmarkenkonzern zu Jahresbeginn etwas mehr Autos ausliefern als vor einem Jahr (plus 0,8 Prozent). Das lag vor allem daran, dass die Ingolstädter Oberklassetochter Audi ihren Absatz um fast 14 Prozent steigerte.

Die tschechische VW-Tochter Skoda legte um fünf Prozent zu. Dagegen büßte die spanische Schwestermarke Seat neun Prozent ein. Auch Porsche verkaufte weniger von seinen Sport- und Geländewagen.

Starke Zuwächse bei Konkurrenz

Von der Schwäche des europäischen Marktführers profitierten Ford, Fiat und die GM-Tochter Opel, die ihren Absatz prozentual je zweistellig steigern konnten. Die beiden französischen Konkurrenten Peugeot und Renault legten weniger stark zu.

Daimler setzte seine Aufholjagd fort und lieferte im Jänner fast neun Prozent mehr Fahrzeuge aus. BMW kam auf ein Plus von vier Prozent.