Mehrere Tote und Verletzte bei Gefechten in Ukraine

Neuer Rückschlag für die Friedensbemühungen im Donbass: Trotz vereinbarter Waffenruhe sind bei Gefechten mit prorussischen Separatisten in der Ostukraine drei Soldaten getötet worden. Sechs weitere Armeeangehörige seien verletzt worden, sagte Alexander Motusjanik vom Präsidialamt in Kiew heute.

Frau in einem zerstörten Gebäude in Donetsk

Reuters/Alexander Ermochenko

Er warf den Aufständischen vor, entgegen geltenden Vereinbarungen schwere Artillerie eingesetzt zu haben. Vor allem im Norden der Separatistenhochburg Donezk sei es beim geschlossenen Kontrollpunkt Saizewe und anderen Abschnitten zu Kämpfen gekommen.

Mindestens 27 Gebäude zerstört

Die Aufständischen warfen der Armee ebenfalls Artilleriebeschuss vor. Dabei seien mindestens 27 Gebäude zerstört worden, hieß es.

Der vor gut einem Jahr in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarte Friedensprozess ist ins Stocken geraten. So wurden etwa weder eine Feuerpause noch die Einrichtung einer entmilitarisierten Zone im Unruhegebiet Donbass bisher umgesetzt. Die Konfliktparteien geben einander die Schuld daran.