Iran will Ölförderung offenbar weiter steigern

Der Iran will einem Zeitungsbericht zufolge die Ölförderung weiter steigern, bis das Land das Produktionsniveau vor Einführung der Atomsanktionen wieder erreicht hat. „Vom Iran zu verlangen, seine Ölfördermenge einzufrieren, ist unlogisch“, zitierte die iranische Tageszeitung „Schargh“ heute einen iranischen OPEC-Gesandten.

Demnach forderte dieser andere Ölförderländer auf, die ihre Produktion seit 2011 hochgefahren haben, diese wieder zu reduzieren, um damit zu einer Erholung der Ölpreise beizutragen. Nach dem Ende westlicher Sanktionen in Zusammenhang mit dem iranischen Atomprogramm meldet sich die Islamische Republik gerade zurück auf dem Ölmarkt.

Moskau erwartet Entgegenkommen

Die Ölproduzenten Russland, Saudi-Arabien, Katar und Venezuela hatten sich gestern darauf verständigt, die Produktion auf dem Niveau von Jänner einzufrieren. Das Abkommen von Doha greift aber nur, wenn auch andere große Ölförderländer mitmachen.

Russland geht einem Medienbericht zufolge davon aus, dass sich der Iran dem Abkommen zur Deckelung der Ölfördermengen anschließen wird. Mit einer entsprechenden Äußerung zitierte die russische Nachrichtenagentur Interfax einen ungenannten Vertreter Russlands. „Wir würden auf eine solche Entscheidung Teherans positiv reagieren“, sagte er laut der Agentur.