Deutsche AfD und FPÖ beschließen Zusammenarbeit

Die nationalistische Oppositionspartei Alternative für Deutschland (AfD) hat eine engere Kooperation mit der FPÖ bekanntgegeben. Diese „Blaue Allianz“ sei das Ergebnis der Konferenz „Visionen für Europa“ in Düsseldorf, teilte der AfD-Landesverband Bayern gestern Abend in einer Aussendung mit. Bei der Veranstaltung war auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache als ein Hauptredner aufgetreten.

Gegenseitige Einladungen

Der bayrische AfD-Landesvorsitzende Petr Bystron betonte in der Aussendung, dass die Zusammenarbeit zwischen AfD und FPÖ aus geografischen Gründen ihren Schwerpunkt zunächst in der bayrisch-österreichischen Grenzregion im Raum Salzburg und Passau haben werde. Die „Blaue Allianz“ bedeute, dass ab sofort Mitglieder der AfD zu ihren Veranstaltungen auch Redner aus den Reihen der FPÖ einladen können und umgekehrt, obwohl die beiden Parteien unterschiedlichen Fraktionen im Europäischen Parlament angehören und in vielen Punkten auch verschiedene Positionen vertreten.

Viele Gemeinsamkeiten

Nach Bystrons Meinung ist „die Summe der Gemeinsamkeiten groß, vor allem zu liberalen Positionen, mit Erhalt der bürgerlichen Freiheitsrechte und rechtsstaatlicher Positionen auch im Interesse der jeweiligen Länder“. Die internationale Zusammenarbeit mit ähnlich „wirtschaftsliberalen und wertkonservativen Parteien“ soll künftig auch mit der Schweiz und Tschechien gesucht werden, erläuterte der bayrische Landesvorsitzende.