Pensionen: ÖVP lenkt bei Frauen ein

Die ÖVP verzichtet auf die Forderung, das Frauenpensionsalter rascher an jenes der Männer anzugleichen, berichtet die „Presse“ (Freitag-Ausgabe). Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) freut sich über das Einlenken der ÖVP. Nicht übernehmen wird die ÖVP laut Sozialsprecher August Wöginger den Vorschlag des Finanzministers, die Gutschriften auf dem Pensionskonto geringer aufzuwerten.

„Wir konzentrieren uns auf andere Dinge“, sagte ÖVP-Sozialsprecher und Pensionsreform-Verhandler Wöginger gegenüber der „Presse“ zur bisher immer wieder vorgebrachten Vorstellung seiner Partei, das Frauenpensionsalter schon vor 2024 anzuheben. Die SPÖ hat das immer strikt abgelehnt. Die SPÖ-Frauen hätten einer frühzeitigen Anhebung nicht zugestimmt, unterstrich Heinisch-Hosek noch einmal in ihrer Aussendung.

ÖVP gegen Schelling-Vorschlag

Eine Abfuhr erteilt Wöginger im „Standard“ (Freitag-Ausgabe) seinem Parteikollegen Finanzminister Hans Jörg Schelling - mit dem er gemeinsam für die ÖVP über die Pensionsreform verhandelt. Dessen Vorschlag, die Gutschriften auf dem Pensionskonto künftig geringer aufzuwerten, werde „die ÖVP sicher nicht übernehmen“. Das Pensionskonto sei eine „große Errungenschaft“, die nicht entwertet werden dürfe.

Heute treffen sich erstmals die politischen Arbeitsgruppen der beiden Regierungsparteien zur Vorbereitung des Pensionsgipfels am 29. Februar.